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Wölfe

Es gibt sie wieder – freilebende Wölfe in Brandenburg

 

Wolf-TÜP-Wittstock

 

Auf einem Truppenübungsplatz in der Oberlausitz (in Sachsen) leben seit 1998 zwei Wölfe. Im Jahr 2000 wurden erstmals wieder Wolfswelpen in Freiheit geboren. Die Lausitzer Wölfe sind polnische Wölfe. An Hand von genetischen Untersuchungen an Kotproben konnte das nachgewiesen werden. Sie sind ohne menschliche Hilfe zurückgekehrt.
 

Ein Wolfsrevier kann zwischen 25 000 und 30 000 ha groß sein, je nach Nahrungsangebot. Diese besteht zum größten Teil aus Schalenwild. Ist viel Wild vorhanden, ist das Revier recht klein. Gibt es wenig Beute wird das Revier größer gewählt. Sie verteidigen ihr  Revier auch gegen Artgenossen.
 

Die Tiere sind vorsichtig und man braucht keine Angst zu haben, denn sie vermeiden es in der Regel, den Menschen direkt zu begegnen. Kommt es zu einem Zusammentreffen, ziehen sie sich meistens schnell und unbemerkt zurück. Wölfe können eigentlich nur gefährlich werden, wenn sie wie alle unsere Wildtiere vom Menschen in die Enge getrieben werden, wenn sie an Tollwut erkrankt sind oder wenn sie angefüttert werden.
 

Das Märchen vom bösen Wolf steckt noch tief in uns drin. Fast jedes Kind kennt das neugierige Mädchen, welches sich nicht an markierte Wanderwege hält, das Rotkäppchen. Noch im 16. Jahrhundert war der Wolf allgegenwärtig, danach begann seine systematische Ausrottung und eine erbarmungslose Verfolgung durch den Menschen. Seit etwa 1750 war Brandenburg nahezu Wolfsfrei, zu DDR Zeiten unterlag er dem Jagdrecht und konnte geschossen werden. Seit 1990 steht er EU weit unter strengem Schutz.


Es gibt sie wieder, ca. 200 freilebende Wölfe (23 Rudel) in Brandenburg, auch bei uns in der Kyritz-Ruppiner Heide und die Tendenz ist steigend.

Nachgewiesen werden sie mit Hilfe von Fotofallen, Genetikproben des Kots, und zuverlässigen Sichtbeobachtungen mit Spuren.

 

Steckbrief: helles graues Fell mit gelblich oder bräunlichem Einschlag im Rückenbereich dunkler. Lange Beine! Mit großen Pfoten, breiter Kopf mit heller Schnauze und kleinen dreieckigen stehenden Ohren, gerader nach unten hängender buschiger Schwanz.

Vorderpfote 8- 10cm, Hinterpfote 7- 9 cm lang .Im Schnee sind die Abdrücke wie an einer Perlenkette gut zu sehen. Der Hinterlauf wird genau in den Abdruck des Vorderlaufes gesetzt und man sieht deutlich die Krallen.

 

Spätestens im Alter von 2 Jahren müssen die jungen Wölfe ihr Elternhaus verlassen und gehen auf Wanderschaft, um sich einen Partner und ein eigenes Revier zu suchen. Dabei legen sie große Strecken hinter sich.

 

Der am 13.03.09 in Sachsen mit einem GPS Sender ausgestattete Wolf mit Namen „Alan“ hatte  in ca. 2 Monaten Polen durchquert und einen Abstecher nach Weißrussland gemacht und wanderte Anfang September 2009 nach Litauen ein.

 

Ob er bei uns willkommen ist, werden wir Menschen entscheiden. Er braucht uns nicht! Wir müssen erst wieder lernen, mit ihm zu leben und stehen noch ganz am Anfang.

 

Zuverlässige Informationen über die Wölfe sind wichtig, um nicht Gerüchten oder Halbwahrheiten aufzusitzen. Bitte melden Sie uns deshalb jede Wolfsbeobachtung, jeden Schalenwildriss oder auch Spuren und Losung. Wenn Sie mit ihrem Handy ein Foto machen können, ist es noch besser.

 

Meldungen zur Wolfsbeobachtung oder Fragen bitte an:
Regionalmonitoring Wolf

Robert Franck

Fu. 0172-6048375